Physiothetapeutsche Meinung zu Stand Up Paddling - SUP

 

 

Autor

 

Praxis für Physiotherapie
Jan Herrmann

 

Stand Up Paddeln - Wohltat für Körper und Seele...

 

Natur, Wasser, Sonne, Bewegung, Ruhe, Aktion, Spannung, Entspannung, Spaß…. all das auf einmal? Geht nicht? Geht! – PADDELSURFEN.

 

Der Arbeitstag war wieder lang, der Kopf ist müde, der Körper träge, jetzt müsste man doch eigentlich noch mal raus, bewegen. Aber da ist er wieder, er kläfft und zeigt grimmig seine Zähne: Der innere Schweinehund. Jetzt noch joggen oder in ein Sommerheißes Fitnesssstudio….och nöh…!

 

Aber warum eigentlich nicht noch mal raus auf den Fluß? Stand Up Paddeln?

 

Der Kopf kriegt Ruhe und der Rest? Ja der muss richtig ran:

 

 

 

DIE FÜSSE:

 

Den ganzen Tag im Schuh, unter dem Tisch. Stichwort Knick-Senk-Spreiz. Jetzt dürfen sie     balancieren. Ist schon erstaunlich wie viel Kraft da aktiviert wird. Wie kleine Stellmotore müssen die Fußmuskeln das Gleichgewicht halten. Das strafft! Und nicht nur die Füße.

 

 

 

UNTERSCHENKEL / OBERSCHENKEL:

 

Oh Mann, oh Mann. Das brummt aber. Die gesamt Beinmuskulatur wird aktiviert. Muskelkater garantiert. Und gerade das Zusammenspiel von Fuß und Beinmuskulatur in Verbindung mit äußeren Reizen wie z.B. der Kühle (oder Kälte! ) des Wassers fördert die Durchblutung und strafft die Bindegewebe – Cellulite ade.

 

 

 

PO-BAUCH-LENDENWIRBELSÄULE:

 

Gleichgewicht halten, für Vortrieb sorgen, vielleicht Gegenwind, nicht ins Wasser fallen, ganz schön vielfältig was unser Körper hier auf dem Board so alles leisten muss.
Becken und Hüftgelenke gleichen ständig allerlei unerwartete Bewegungen aus.
Der Bauch muss gegenhalten. Wäre er jetzt nicht so schön angespannt. Ich würde keinen Meter vorwärts kommen. Und das merkt man dann auch bald. Den Waschbrettbauch gibt es zwar nicht sofort, aber bald.

 

Und der untere Rücken? So oft von Schmerzen geplagt?
Der möglicherweise wichtigste Effekt des SUP ist die Aktivierung und Kräftigung der tiefen Rückenmuskulatur. In unserem zivilisierten Alltag sind gerade diese Strukturen die Stiefkinder: nicht gefördert, nicht gebraucht, schwach! Aber jetzt auf dem Brett – Arbeit, Arbeit, Arbeit. Stabilität!

 

 

 

OBERER RÜCKEN / SCHULTERGÜRTEL:

 

Ach wie drückt die Last des Alltags. Man macht sich krumm…und man wird es.

 

Wir arbeiten in unserem Alltag fast immer nach vorn orientiert, Schreibtisch, Computer, Werkbank, Autolenkrad. Praktisch wie unsere Natur nun einmal veranlagt  ist werden wir – KRUMM-Rundrücken.

 

Beim Stand Up Paddeln dreht sich das Belastungsmuster. Unsere Arme arbeiten nicht mehr nach vorn, nein das Paddel muß hinter! Der Schultergürtel richtet sich auf, die schulterblattfixierende Muskulatur wird angeregt.

 

Die Armmuskulatur, selbstverständlich, muss auch ordentlich ran.

 

KOPF:

 

Der Kopf bekommt das Schöne: schöne Blicke, Natur, Luft, Licht, Entspannung, Entschleunigung.

 

Und dazu eine völlig neue und ungewohnte Perspektive unserer Welt, die wir doch eigentlich dachten gut zu kennen….

 

 

 

HERZ / KREISLAUF:

 

Trainingmethodisch betrachtet handelt es sich, mal theoretisch betrachtet, um ein moderates Ausdauertraining bei niedrigen Intensitäten mit einer umfassenden Aktivierung der Stütz- und Stellmuskulatur über einen längeren Zeitraum.

 

Die Folge? ENERGIEVERBRAUCH! Spürt man sofort nach dem Anlanden als bäriger Hunger!

 

Und bei regelmäßiger Anwendung: Gewichtsreduktion.

 

Also, was soll man sagen:  Sport für Körper und Geist.  Ideal!

 

Aber Achtung, nicht vergessen:  SONNENCREME und SONNENHUT !