So stark macht Stand-Up-Paddling

 

 

Stand-Up-Paddling (kurz: SUP) ist der neue Wassersporttrend. Eine neue Studie beweist sogar, dass der Sport größeren Kraftzuwachs bringt, als Training im Studio.

 

 

Beim SUP hat man schon nach einer Stunde das Gefühl, dass man für den ganzen Körper was getan hat, ohne dass man sich dafür quälen oder motivieren muss.“

SUP: Wirksamkeit empirisch getestet
Ihr subjektiver Eindruck wird jetzt objektiv belegt. Immer wieder wird SUP als gutes Ganzkörper-Workout gepriesen, die kräftigende Wirkung des Paddelschlags im Stehen für Schulter-, Rumpf- und Rückenmuskultur betont.
Wasser-Workout eben. Doch bislang waren es rein persönliche Aussagen, sportwissenschaftlich verifiziert waren sie nicht. Der Hamburger Sportstudent Jan Rosenthal (32) hat nun im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit die kräftigende Wirkung von SUP für die Bauch- und Rückenmuskulatur mit einem speziellen Rumpfmuskeltraining verglichen.

 

 

So funktionierte die SUP-Studie:

 

Insgesamt nahmen 21 Personen an der Untersuchung teil. Elf Teilnehmer gingen aufs Wasser zum Paddeln, zehn absolvierten im gleichen Zeitraum ein rumpfstabilisierendes Training im Fitnessstudio. Am Anfang der Studie wurden alle Probanden auf ihre Maximalkraft untersucht. Dabei wurde sowohl die isokinetische, das heißt die dynamische, als auch die statische Kraft der Rücken- und Bauchmuskulatur gemessen. Zu Beginn der Studie konnten keine signifikanten Unterschiede der Rumpfmuskulatur-Maximalkraft zwischen den beiden Gruppen festgestellt werden.

Ergebnis: SUP sträkt den Rumpf effektiver als Studio-Training
Nun mussten die 21 Probanden der beiden Gruppen ein achtwöchiges Training absolvieren. Die SUP-Teilnehmer gingen zweimal pro Woche jeweils 45 Minuten paddeln, die Kontrollgruppe absolvierte im gleichen Zeitrahmen ein Rumpf stärkendes Muskeltraining. Erneute Messungen am Ende der achtwöchigen Trainingsphase ergaben, dass bei allen Probanden eine Verbesserung und Stabilisierung der Rumpfmuskulatur stattgefunden hatte. Bei der SUP-Gruppe jedoch fiel die Anpassung, also der Kraftzuwachs, deutlich größer aus als bei den Fitnesssportlern. „Interessant war, dass sowohl die geraden als auch die schrägen Bauchmuskeln bei manchen Probanden der SUP-Gruppe einen wesentlich stärkeren Kraftzuwachs zeigten als bei der Kontrollgruppe. Man kann sagen, dass beim Stand-up-Paddling diese
Muskelgruppen quasi spielerisch trainiert und gestärkt werden“.

 

 

 

Balance-Training für einen starken Rumpf

 

SUP ist also nicht nur der neue Wassersporttrend, sondern jetzt nachgewiesenermaßen auch ein veritables Training für die Rumpfmuskulatur. Denn neben dem Kraftzuwachs durch die Paddelschläge erfordert das kippelige Board eine Aktivierung und Mobilisierung der tieferen Muskelschichten, vergleichbar mit einem Wackelbrett oder dem Workout auf einer Vibrationsplatte. Noch anspruchsvoller wird das Halten der Balance in größeren Wellen.